
23 Pappeln, 35 Meter hoch — Großbaumfällung mit Fällkran
23 Pappeln mit bis zu 35 Metern Höhe, kontrolliert abgetragen statt gefällt. Ein Einsatz, bei dem Standardtechnik an ihre Grenze kommt.
- Umfang
- 23 Bäume
- Höhe
- bis 35 m
- Technik
- Magni RTH 6.30 · 6 t / 30 m
- Verfahren
- abschnittsweiser Rückbau
Warum Pappeln ein Sonderfall sind
Pappeln wachsen schnell, werden hoch — und ihr Holz ist weich. Ältere Bestände neigen zu Faulstellen im Stamm und zu Astabbrüchen ohne Vorwarnung. Genau das macht sie zum Problem, sobald sie an einer Straße, einem Weg oder einem Gebäude stehen: Man kann sich auf das Holz nicht verlassen.
Bei 35 Metern Höhe kommt hinzu, dass ein Baum dieser Größe nicht einfach umgelegt werden kann. Es fehlt schlicht der Fallraum — und selbst wo er vorhanden wäre, ist der Aufschlag eines solchen Stammes nicht kalkulierbar.
Abtragen statt fällen
- Beurteilung zuerst. Jeder Baum wird einzeln angesprochen: Standsicherheit, Faulstellen, Totholz, Lastverteilung in der Krone.
- Abschnittsweiser Rückbau. Die Krone wird von oben nach unten abgenommen, Stück für Stück.
- Kontrolliertes Ablassen. Jedes Teil hängt am Kran, bevor es geschnitten wird, und wird abgelassen statt fallen gelassen.
- Arbeitsstelle sichern. Bei Arbeiten an Verkehrsflächen gehört die Absicherung zur Leistung, teils mit Genehmigung.
- Aufarbeiten vor Ort. Was unten ankommt, wird direkt zerlegt und gehäckselt — die Fläche bleibt frei.
Die Technik
Kernstück war der Teleskop-Fällkran Magni RTH 6.30 mit 6 Tonnen Hubkraft und 30 Metern Reichweite. Er arbeitet dort, wo ein Hubsteiger nicht hinkommt und ein freier Fall ausgeschlossen ist — unter Leitungen und in dichter Bebauung.
Ergänzend im Einsatz: Seilklettertechnik für die Feinarbeit in der Krone, eine 8,5-t-Seilwinde für die Zugrichtung und der Häcksler bis 30 cm Aststärke für das Material. Stubben entfernt auf Wunsch die Wurzelfräse Vermeer SC 382 bis 38 cm unter Bodenniveau.
Was Auftraggeber daraus mitnehmen
Ein Angebot für Baumarbeiten lässt sich am Telefon nicht seriös machen. Zwei Bäume mit gleichem Stammdurchmesser können einen Aufwand haben, der um ein Mehrfaches auseinanderliegt — je nach Zugänglichkeit, Fallraum, Zustand des Holzes und dem, was mit dem Material passieren soll.
Deshalb beginnt bei uns jedes Angebot mit einem Blick auf den Standort. Die Besichtigung ist kostenfrei, das Angebot danach verbindlich.
Eine ähnliche Aufgabe?
Wir sehen uns das an und machen Ihnen ein verbindliches Angebot. Die Besichtigung ist kostenfrei.